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Köln bewirbt sich für WCG ´08

12. October 2006 14:46 GMT - 0 Comments
In wenigen Tagen werden zum ersten Mal die World Cyber Games auf europäischem Boden ausgetragen. Doch schon laufen die Vorbereitungen für die WCG in zwei Jahren. Im Zuge dessen hat die International Cyber Marketing Inc., als Veranstalter der WCG, die Domstadt Köln in die engere Auswahl der Austragungsbewerber für 2008 genommen.

In den kommenden Wochen will eine Delegation der ICM die Stadt und vor allem die Messehallen besichtigen. Unterstützung findet das Vorhaben neben der Kölnmesse auch vom regierendem Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU). Dieser wolle "alles dafür tun um die Ausrichtung der Grand Finals 2008 in die Domstadt zu holen". Erfolgsaussichten sieht er für die Medienstadt nicht zuletzt durch die Erfahrungen aus der WM. blank-TV hat mit Thomas von Treichel, Ausrichter des SEC, über die Bewerbung gesprochen.


Wie schätzen Sie generell die Chancen von Köln als Ausrichter ein?

Die Stadt Köln hat zusammen mit der Kölnmesse eine absolut konkurrenzfähige Bewerbung abgegeben. Mit der Erfahrung, die sie u.A. in der Fußball WM gesammelt haben, wissen alle Beteiligten genau, worauf es bei international Bedeutenden Events ankommt. Dazu kommt, dass natürlich auch wir, als deutscher Vertreter der WCG, und unsere Partner wie Samsung, ATI, AOL und Electronic Arts voll hinter der Bewerbung stehen. Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte und eine der führenden eSports Nationen, nicht umsonst stehen wir im ewigen Medaillenspiegel auf Platz 2. Das gepaart mit dem Willen der Stadt Köln das Event auszurichten lässt unsere Chancen sehr gut erscheinen.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma hat sich positiv zur Bewerbung geäußert. Wie glauben Sie wird die Politik auch in Hinsicht auf die immer noch aktuelle "Killerspieldiskussion" auf ein solches Event reagieren? Ist ein solches Event in Deutschland für den deutschen eSport förderlich?

Ein Event dieser Art wird denselben Effekt haben, wie zum Beispiel die SEC auf der CeBIT. Leute werden sich mit der Thematik beschäftigen, die vorher keinen Zugang dazu hatten, und man wird feststellen, dass Gaming nicht das ist, was man sich gemeinhin darunter vorstellt. Die Zuschauer werden erleben, dass Gamer eine der Kommunikativsten Gruppen überhaupt sind, und dass eSport Events ein internationales Treffen und Festival ist, vergleichbar mit den Olympischen Spielen. Insofern wird es sich auf alle Fälle positiv auswirken. Mit Sicherheit wird so ein Event bei keinem die Meinung von heute auf Morgen ändern, aber wenn man sich anschaut, was in den letzten 5 Jahren bereits passiert ist, dann ist alleine die Bewerbung schon ein großer Schritt, das Thema in Deutschland noch stärker in die positive
Richtung zu bringen.


Der Jugendschutz wird von vielen als problematisch bei einem solchen Event gesehen. In wie fern glauben Sie, wird dies die Bewerbung erschweren?

Der Jugendschutz in Deutschland ist einer der, wenn nicht sogar der strengste in Europa. Demzufolge stellt er natürlich besondere Ansprüche an die Organisation eines solchen Events. Immer wieder haben wir erlebt, dass Organisatoren aus dem Ausland mit der deutschen Jugendschutzregelung überfordert sind.
Allerdings beweisen wir auf der CeBIT seit 3 Jahren, dass es möglich ist, ein international attraktives eSport Event innerhalb der Bestimmungen auszutragen. Insofern erwarte ich keine direkten Nachteile.



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